Mittwoch, 24. Juli 2013

Woche 1

Urlaubserlebnisse vom Mausi und Cheesy

Portugal (Fotos folgen, wenn das Internet nicht alle 5 Sekunden vereckt!! ;) )


Ein herzliches Hallo von meiner Seite. Es dauerte nun beinah ein Jahr bis man sich wieder schreibt und liest bzw. bis wir uns wiedermal einen Urlaub leisten konnten aufgrund der Einkauftiraden in New York.
Naja gehen wir sofort in medias res. Wer sich so eine lustige Kreditkartengeschichte wie beim letzten Mal erwartet, den muss ich leider enttäuschen, aber eines kann ich euch versichern-fad ist es mir auch dieses Mal nicht geworden.
Wo waren wir. Ach ja. der Urlaub hat noch nicht begonnen. Ich stand einem unüberwindbaren Arbeitsberg von der Uni gegenüber und musste 3 Tage vor Reiseantritt Tag und Nacht arbeiten. Von allen Seiten konnte ich mir bekunden lassen, dass sie nicht ohne fix gebuchten Unterkünfte  verreisen könnten (außer Tobi-ähnlicher Reisetyp). Also die Reise stand vor der Tür die Unterkünfte sind halbherzig nur für Hälfte der Nächte reserviert (Airbnb, CS, Hostel – die Mischung macht es). Reisebeginn Montag 2 Uhr morgens. Nicht unbedingt die christlichste Zeit, aber na gut. Es ist Sonntagmittag. Der Monsieur geht seinem letzten Arbeitstag für diesen Monat und vorm Urlaub nach. Ein sonniger Sonntag in der Hauptsaison, da muss ich wohl keinem etwas erzählen. Meine Kolleginnen und ich rannten uns die Hacken ab und versuchten unsere Gäste, die die Hitze nicht vertrugen, bestfreundlichst zu bewirten. (dieses Kapitel ließe ein Buch füllen) Diese Berufskrankheit hab ich mit meiner mittlerweile 3-jährigen Berufserfahrung locker weggesteckt. (Devise: ich grins dir ins Gesicht du penetrantes Arschloch – das sind noch die jugendfreien Gedanken) Je später der Abend wird, wird klar dass ich einen Schlussdienst ausgefasst hab und mein Betteln, früher gehen zu dürfen, auf taube Ohren schlug. Ich hab mich damit abgefunden und arbeite wie gewohnt weiter. Als die Flut an hungrigen Mäulern abebbt, frage ich vorsichtig meine Chefin ob ich mich über die Häuser hauen kann, weil ich in 4 Stunden verreise und eigentlich meinen Koffer noch packen sollte. Ich durfte gehen. Aber (wer meine Chefin kennt) ich musste mit ihr auf meinen Urlaub anstoßen. Ich saß auf Nadeln, somit nötigte ich mich dazu das Glas Prosecco beinah im Ganzen zu trinken. Dieser Fauxpas wurde von der Chefin umgehend behoben und schenkte mir nach und nach. Eine gute halbe Stunde später und mit einem gemütlichen Damenspitz erscheine ich erheitert zuhause. Doch plötzlich schlug die Stimmung um. Das fröhliche und stimmungsvolle Rotviolett wurde vielmehr ein eisiges und kaltes Royalblau. Gespräche wurden von meinem Mausi nur noch einsilbig geführt und für die Attitüde hätte ich sie für den was weiß ich nominiert. Meine leicht anspielenden und zweideutigen Scherze wurden zurückgeschmettert. Naja… Ich folgte ihren Anweisungen und begann zu packen, druckte unsere Unterlagen aus bzw. stellte mich unter die Dusche.
Natürlich schafften wir alles rechtzeitig-bekamen den Flug und wenn wir hätten wollen, hätten wir 300 € verdienen können. Der Flug war überbucht und ein Passagier konnte für 300 € den späteren Flug nehmen. Aber für uns kein Thema. Wollten ja nicht getrennt verreisen. 3 Stunden Flugzeit. Ich hatte vielleicht 37 Minuten Schlaf und die waren im Auto. Somit stand nichts im Wege einem geruhsamen Nickerchen im Flugzeug. Ich Knauserer hab uns beim online Check-In in die letzte Reihe verfrachtet. (bei Lufthansa nur gute Erfahrungen damit) Die Reihe war enger, die Lehnen ließen sich nicht nach hinten kippen und das Parfum meiner Sitznachbarin war, wie sag ich das jetzt am besten, aufdringlich!! Irgendwie schaffte ich es doch in zum Teil schrägen Positionen etwas Schlaf zu finden. Bis dieser verfickte scheiß Stewart mich unbedingt wecken musste um mir sein scheiß Frühstück anzudrehen. Weckt mich da auf und schießt mir portugiesische Wörter an den Schädel. Hab dann irgendeinen Scheißfraß bekommen und schlafen konnte ich auch nicht mehr. Mein Körper schmerzte an jeder erdenklicher Stelle und die Duftnote der Nachbarin schlug von aufdringlich in „ein Anschlag für den Geruchsinn“ um. Mein Vordermann hat darüberhinaus  auch versucht ein bisschen zu schlafen, der kleine und feine Unterschied war, er konnte seine Lehne nach hinten stellen. Mir blieb somit Platz den Kopf zu wenden, alles andere wäre auch Luxus gewesen. Aber das Positive war, ich konnte meinen Kopf vorne abstützen und noch ein paar Minuten schlafen.
Lissabon
eine schöne antike Stadt und wir wohnten in mitten dieser historischen Altstadt und hatten die Sehenswürdigkeiten in Fußmarschweite oder konnten sie von unserem Balkon aus sehen.
Eines muss ich euch gestehen. Ich habe noch nie so viele Drogendealer auf einen Fleck gesehen, die so extrem aufdringlich waren wie diese und das durch sämtliche Altersschichten hindurch. Der Älteste, der uns eine Haschischkugel unter die Nase hielt, war visuell-geschätzte 100. Beim Abendessen kam ein Drogendealer, der beim Mausi beim Frühstück eine Zigarette erschnorte, und saß schon beinah mit uns am Tisch. Meine freundliche Gesten („my beautiful girlfriend is drug enough“) verliefen ins Leere. Somit musste ich seine Versuche, doch noch Drogen bei mir loszuwerden, energischer zurückweisen und schließlich ziehte er doch von dannen.
Nach 3 Tagen in der Hauptstadt begaben wir uns wieder zum Flughafen um unseren Ferrari abzuholen. Nach kilometerlangen Warteschlangen bei den Mietwagen-Verleihstellen brachen wir schließlich an die Algarve auf und bezogen nach langer, langer Suche Quartier auf einer Orangenfarm mit Pferden und den faulsten Hunden, die ich je gesehen hab. (die waren sogar zum Bellen zu faul) Das Fräulein Maus wollte aber unbedingt noch zum Meer. Also suchten wir noch einen Strand und fanden uns in einem sehr touristisch-geprägten Ort wieder. Nach 1 Stunde war mir es dann zu blöd noch einen Strand zu suchen. Dabei entpuppte sich unser 30 PS Bolide als wahrer Ferrari. Er hing am Gas als würde es keinen Morgen geben und halleluja war ich froh, dass die Bremsen unseres Hobels gut waren. Denn aus dem Nichts tauchte eine Stopptafel auf.
Nach Silves verbrachten wir noch ein paar Tage in Setubal und Peniche. In Peniche nächtigten wir in einer Surfer Lodge und bekamen von unserem Host Surfunterricht. Unsere letzteren eher langweiligeren Stationen waren Coimbra, wo wir bei unseren einzigen CS nächtigten, und Aveiro, dem kleinen Venedig von Portugal.
und da sind wir nun. liegen in unserem Gästehaus, das nur vor Luxus strotzt (normale Handtücher in der Toilette, Serviettenringe und und und; 5 Sterne für 30 Euro)
bis zum nächsten Urlaub oder Blog (vielleicht überkommt mich ja nochmals die Lust)

eure Mausi und euer Cheesy ;)


wir fahren wieder an die Algarve und lassen uns den letzten Rest an Grips von der portugiesischen Sonne aus dem Hirn prutzeln